Nachbericht zur HRnetworx WebCo ˝Personalarbeit 4.0˝ am 5. Dezember 2017

Die digitale Transformation hat nun auch den HR-Bereich erfasst. Die Webkonferenz „Personalarbeit 4.0“ hat eindrücklich belegt, dass Technologien und Konzepte für die digitale Transformation bereits vorhanden sind. Zugleich hat sie aber auch gezeigt, dass viele Unternehmen noch viel Arbeit auf dem Weg zur digitalisierten HR vor sich haben. Denn dabei geht es um mehr als nur Effizienzgewinne durch automatisierte Abläufe. Es geht vielmehr um den Wandel von der klassischen hierarchischen Organisation zu einer hierarchiefrei vernetzten, Mitarbeiter-zentrierten Organisation, die den Herausforderungen globaler Märkte und den Ansprüchen neuer Generationen von Beschäftigten gewachsen ist.

Die Personalabteilung schafft sich ab
Zum Auftakt schockte Tjalf Nienaber, Managing Director von jobclipr und Digital Evangelist der rexx systems, die Teilnehmer mit seiner These, dass die Personalabteilung dabei ist, sich selbst abzuschaffen. Das geschieht durch Recruiting-Bots, künstliche Intelligenz und andere Formen der digitalen Automatisierung, die menschliche Arbeit durch Computer-Arbeit ersetzt. Die weiteren Thesen in seinem Vortrag „Tipps, Trends & Teufelszeug“ waren nicht minder provokant. Zugleich brachte er mit einer Kurzumfrage das Strategiedefizit vieler Unternehmen in Bezug auf die digitale Transformation der HR ans Tageslicht.

Wir brauchen eine  Dialogkultur
Daniel Böhmer, Head of Presales Central Europe bei Questback, setzte den Reigen provokanter Thesen nahtlos fort, indem er eine fundamentale Veränderung der Führungskultur forderte, die auf Dialog statt Direktiven setzt. In seinem Vortrag „Führung 4.0 – Von der Mitarbeiterbefragung zur nachhaltigen Dialogkultur“ zeigte er anhand der von Questback entwickelten Lösungen, wie der Dialog zwischen Führung und Mitarbeitern konkret realisiert werden kann.

Die Vision der People Company
In dieselbe Kerbe wie ihr Vorredner schlug Jennifer Jordis, HR PreSales Consultant bei der Sage GmbH. In ihrem Vortrag „Verwalten Sie noch oder sind Sie schon eine People Company?“ erklärte sie die Vision eines Mitarbeiter-zentrierten Unternehmens, der „People Company“, und wie diese Vision mit digitalen Tools von Sage verwirklicht werden kann. Auf der Basis einer aktuellen Studie von Sage belegte sie, dass der Weg zur People Company mit höherer Mitarbeiterzufriedenheit, Produktivität und Rentabilität belohnt wird.

Neben strategischen Aspekten wie Dialogkultur und Mitarbeiter-Zentriertheit geht es bei Personalarbeit 4.0 aber auch um sehr handfeste operative Effizienzgewinne durch digitale Automatisierung und nutzerfreundliche Zugangstechnologien, wie die weiteren Vorträge belegten.

Workforce Management 4.0
Moritz Feid, Vertriebsbeauftragter bei der Bosch Sicherheitssysteme GmbH, erklärte in seinem Vortrag „Bin ich schon 4.0 und kann ich es überhaupt werden?“ wie das Workforce Management von Unternehmen durch Cloud-basierte Lösungen effizienter gestaltet werden kann. An Beispielen von Kunden wie Lidl und Adidas zeigte er, wie App-basierte Lösungen der Bosch Sicherheitssysteme GmbH Vorgänge wie Urlaubsplanung und Vertretung optimieren und so Kosten einsparen. Er betonte, dass solche Lösungen nicht nur für Großunternehmen relevant sind, sondern die Effizienz-Potenziale  durch solche Lösungen auch in mittelständischen Unternehmen ab 150 Mitarbeitern realisierbar sind.

Lernen und Self Services
In die Welt der Daten-getriebenen HR-Prozesse tauchte auch Manuel Egger, Mitglied der Geschäftsführung bei Sovanta, mit seinem Vortrag „Lernen, Self Services & Co. auf Basis von SAP und Data Science“ ein. Er zeigte an konkreten Beispielen, wie Sovanta sowohl mit Standardlösungen auf der Basis von SAP Fiori wie auch mit maßgeschneiderten Lösungen die HR-Prozesse seiner Kunden in Bereichen wie Lernen und Self Services einfacher, nutzerfreundlicher und effizienter gestaltet.

Die Quintessenz dieser Webkonferenz:
Die digitale Transformation der Personalarbeit ist in vollem Gange. Die Werkzeuge dafür sind bereits vorhanden und entwickeln sich rasant weiter. Unternehmen, die es versäumen, den digitalen Wandel im HR-Bereich mit einer aktiven Strategie zu gestalten, riskieren Wettbewerbsnachteile.

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